Konzept:
Projekt „Jugendbus“
Ins Leben gerufen vom Präventionsrat gegen Gewalt und Kriminalität der Stadt Buxtehude, der Arbeitsgruppe „Jugend und Freizeit“ und der Stadtjugendpflege.
Ausschlaggebend für die Idee zum Jugendbusprojekt war eine Schülerbefragung im Dezember 2000.
Ergebnisse:
63% der Befragten verbringen ihre Freizeit nur oder fast nur in Buxtehude
75% sind regelmässig in Vereinen oder Jugendgruppen
78% finden die Freizeiteinrichtungen in Buxtehude mittelmässig bis schlecht
Die Ergebnisse zeigen sich verstärkt bei 14-17jährigen.
Schlussfolgerung:
Zusätzlich zu Gruppen- und Vereinsangeboten müssen verstärkt offene, dezentrale Angebote als Treffs für die genannte Altersgruppe geschaffen werden.
Der Jugendbus
ist ein gebrauchter, umgebauter amerikanischer Schulbus, der regelmäßig Haltestellen in Buxtehude und den dazugehörigen Ortschaften anfährt.
Diese liegen in Gebieten, in denen ein hoher Bedarf an Treff- und Freizeitangeboten vorherrscht.
Er ist umgebaut zum Treff mit der Möglichkeit zur multifunktionalen Nutzung.
Zur Vorbeugung von Gewalt und Kriminalität gehören Freizeitangebote, die Jugendlichen Spaß und Möglichkeiten zum Ausprobieren eigener Ideen bieten.
• Jugendliche, die in ihrer Freizeit „rumhängen“, weil sie keinen Anlaufpunkt haben, finden im Bus einen gemütlichen Treff vor Ort
• Der Bus ist mobil, seine Haltestellen orientieren sich am Bedarf der Jugendlichen.
• Mit dem Bus als Ort für eigene Ideen können die Jugendlichen ein Stück ihrer Alltagswelt mitgestalten.
• Im Bus sind Solidarität, Engagement, Verantwortung, Einhaltung von Spielregeln gefragt – bei gemeinsamen Aktivitäten entwickeln sich diese Fähigkeiten am besten
Nutzung: Offener Treff
Der Bus fährt regelmäßig, bestimmte Haltestellen an.
Jugendliche können sich vor Ort treffen, um eigene
Aktivitäten zu entwickeln: Klönen, Musik, Spiel + Sport,
gemeinsame Unternehmungen etc.
Der Bus wird von festen Bezugspersonen betreut, die
die Jugendlichen bei der Umsetzung von Angeboten unterstützen
und bei Bedarf für Gespräche und Beratung bei Problemen zur Verfügung stehen
Wozu könnte der Bus außerdem genutzt werden?
vormittags: Gewaltpräventive Projekte mit Schulen • Im Bus gibt es aktuelle Infos über Freizeitangebote • Einrichtungen (z.B. Beratungsstellen) stellen sich vor • Basisstation für Veranstaltungen und Feste sowie vielfältige Nutzung durch Vereine
Ausstattung für eine möglichst flexible Nutzung..
- Sitzgruppe zum Klönen, Spielen, Musikhören
- Musikanlage mit CD´s, - Infobord,
- Spiele, - Kreativmaterialien, Kickertisch
- Sportmaterial (z.B. Streetball, Bälle, Minitore)
- Biertischgarnitur für draußen
- Heizung
Zusätzlich zu Gruppen- und Vereinsangeboten müssen verstärkt offene, dezentrale Angebote als Treffs für die genannte Altersgruppe geschaffen werden.
Der Bus vernetzt verschiedene Träger und Angebote durch Information, gemeinsame Aktion, gegenseitige Unterstützung – er wird und soll nicht die Arbeit einzelner Einrichtungen ersetzen!